Meine Platten des Jahres 2013

Heute im Gig-Blog veröffentlicht: » unsere Platten des Jahres. Dies sind meine:

[vimeo http://vimeo.com/61796373]
  1. The Computers – Love Triangles, Hate Squares
  2. The Joy Formidable – Wolf’s Law
  3. The Indelicates – Diseases of England
  4. The Delegators – All Aboard
  5. Gentleman’s Dub Club – Fourtyfour
  6. King Khan & The Shrines – Idle No More
  7. The Burning Hell – People
  8. The Wave Pictures – City Forgiveness
  9. Elvis Costello & The Roots – Wise Up Ghost
  10. V.A. – Von Heimat kann man hier nicht sprechen
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Reminder: Weihnachtsstimmung mit Human Abfall

Wer sich schon heute in Weihnachtsstimmung bringen möchte, sollte sich um 19 Uhr bei Second Hand Records einfinden. Wie schon hier angekündigt, spielen dort Peter Muffin und Human Abfall zum Release des Samplers Von Heimat kann man hier nicht sprechen. Ein geschmackvolles Präsent kann man bei der Gelegenheit auch gleich erstehen.

Der Mops-Blog Kessel.tv hat’s inzwischen auch angekündigt. Dürfte also ganz kuschelig werden…

Der Weg zum Craft Beer

Bier-Spezialitäten statt Massenbier

Als neugieriger Mensch habe ich mich irgendwann mal in die dunklen Ecken des lokalen Getränkemarkts verlaufen und neben den Großpaletten der allseits bekannten und im Fernsehen beworbenen Marken auch weniger auffällige Kisten kleinerer Brauereien entdeckt. Die ein oder andere dieser Bier-Spezialitäten habe ich mal mitgenommen und schnell festgestellt, dass sie – oder zumindest ein paar davon – doch interessanter schmecken, als das, was bisher so ins Glas kam. Auch auf Reisen nach England, Bayern oder Holland habe ich lokale Biere kennengelernt, die irgendwie spannender schmeckten.

Jopen Bier

Als ich dann in Holland in einem Bierladen ausladende Regalwände mit hunderten verschiedener Biere aus der ganzen Welt sah, und diese Biere nicht wie bei uns in Kisten auf Paletten sondern in Einzelflaschen (wie bei uns der Wein) präsentiert wurden, habe ich dies zuerst für eine lokale Eigenheit gehalten. Die unglaubliche Vielfalt, die Masse unbekannter Marken, rätselhafte Bierbezeichnungen sowie die Preise zwischen zwei und fünfzehn Euro (pro Flasche!) haben mich den Laden unverrichteter Dinge verlassen lassen. Ein großer Fehler, wie ich heute weiß.

Wo alles begann: die Cast-Brauerei

Cast-Brauerei Stuttgart

Als mir ein Kollege von der Cast-Brauerei, einer kleinen Stuttgarter Hinterhof-Brauerei berichtete, die angeblich besonders leckere Biere nach amerikanischem Vorbild braut, war ich skeptisch. Amerikanisches Bier? Ist das nicht diese geschmacklose Dünnplörre, die aus Reis, Mais und sonstwas gebraut wird? (Übrigens genau die Reaktion, die ich heute bekomme, wenn ich von meiner neuen Craft-Beer-Leidenschaft erzähle).

Als ich dann an einem Samstag dort einen „Kasten Bier“ kaufen wollte, konnte der Braumeister nur lächeln: sorry, ich könne alles haben, was er noch da hat, aber das seien halt nur 11 Flaschen. Aha, ein rares Gut! Das steigerte natürlich mein Interesse.

California Ale

Der anschließende Probetrunk des „California Ale“ war ein Erlebnis, das sich nur als umwerfend beschreiben lässt. Schon die Optik und der Geruch des Bieres waren ungewöhnlich. Eine leicht ins orange spielende Farbe, eine leichte Trübung, wie ich sie bisher nur von Weizenbier oder Kellerpils kannte, ein fester, sehr feinporiger Schaum, wie ich ihn schon bei englischen Bieren erlebt hatte und ein ungewöhnlich frischer Geruch, der eindeutig an Früchte wie Aprikosen, Grapefruit oder Litschi erinnerte. Geschmacklich war dieses Bier weit frischer, kräftiger und gleichzeitig wesentlich herber, als alles, was ich bisher getrunken hatte.

Was ist Craft Beer?

Das entscheidende an diesem Brauerei-Erlebnis: ich stolperte zum ersten Mal über den Begriff „Craft Beer“. Und die Recherche im Internet ergab sehr schnell, dass es jenseits der mir bis dahin bekannten Bierwelt ein weltweites Universum von Bierstilen und Brauarten gibt, von denen die überwiegende Mehrheit der deutschen Biertrinker überhaupt nichts ahnt.

Der Begriff Craft Beer kommt aus den USA und bezeichnet dort die Produkte kleiner Brauereien (Craft Breweries), die nach handwerklichen Methoden begrenzte Bier-Mengen in besonderer Qualität brauen. In Deutschland ist dieser Begriff heftig umstritten. Von den einen wird er nur für Biere verwendet, die nach internationalen Stilen gebraut werden, andere versammeln darunter auch Kleinbrauereien, die traditionelle deutsche Biere herstellen. Mir ist diese Diskussion letztlich egal, solange mich der Suchbegriff Craft Beer an neue, aufregende Bierspezialitäten heranführt.

Craft Beer im Internet

Und mit genau diesem Ansatz bin ich in die Welt des Craft-Biers eingetaucht. Schon nach kurzer Zeit landet man bei Bier-Communities wie Ratebeer, Bier-Index oder Bierbasis, findet in den Mediatheken einschlägige Dokumentation, spannende Podcasts, liebevoll gemachte Bierblogs und – natürlich – Online-Shops.

Da die mir bekannten lokalen Getränkehändler in dieser Richtung überhaupt nichts anbieten, habe ich mir bei Bier-Deluxe.de also eine mehr oder weniger gezielte Auswahl zusammengestellt und bekam eine Kiste mit Bier-Spezialitäten per Post geliefert: vom amerikanischen Pale Ale, über einige deutsche Bier-Exoten bis hin zu belgischen Bierspezialitäten wie Trappistenbieren, Kriek oder Geuze. Und natürlich: spezielle Degustationsgläser, die die Bierverkostung erleichtern sollen.

Westmalle Tripel

Craft Beer kaufen in Stuttgart

Eine Rundfahrt zu allen potentiellen Lieferanten dieser raren Bierspezialitäten war leider ernüchternd. Der stadtbekannte Feinkost-Laden war ebenso dünn bestückt wie die Feinkostabteilungen der Kaufhaus-Ketten. (Gleichzeitig ist das Weinangebot in beiden Fällen erdrückend). Erst bei Getränke Heinrich im 20 km entfernten Kornwestheim entdeckten wir – neben einer ohnehin schon unglaublich großen Bierauswahl – eine opulent bestückte, frisch aufgebaute Craft-Beer-Abteilung.

Craftbeer-Abteilung Getränke Heinrich

Da die Versorgungslage jetzt also gesichert ist, kann man nur hoffen, dass sich auch in Stuttgart eine ähnliche Entwicklung wie in Hamburg, Berlin oder München abspielt. Wir warten jedenfalls sehnsüchtig auf die erste Craft-Beer-Bar.

 

20.12. Von Heimat kann man hier nicht sprechen

Auf dem formidablen ESxSW-Festival wurde der Noise-Punk-Sampler „Von Heimat kann man hier nicht sprechen“ schon vorab unters Volk gebracht. Die offizielle Plattenpräsentation ist aber erst am 20.12., und zwar um 14 Uhr bei Ratzer Records und um 19 Uhr bei Second Hand Records.

Zumindest beim zweiten Termin bin ich dabei, da spielen nämlich Human Abfall, auf die ich gar nicht zu oft hinweisen kann.

Peter Muffin, das Side-Projekt des Nerven-Bassisten Julian, ist da ebenfalls am Start.

Konzert-Dreisprung am Wochenende: Irie Révoltés, Svavar Knutur, The Wedding Present

Drei Gigs stehen dieses Wochenende auf meinem Plan. Heute geht’s zu den Irie Révoltés ins LKA. Am Samstag spielt Svavar Knutur im Brückenhaus Ludwigsburg, und am Sonntagabend tritt die Schrammel-Legende The Wedding Present in der Manufaktur auf.

Hier noch ein bunter Strauß von Videos dazu:

Irgendjemand auch dort?

Morgen im Kap: XTR Human und Human Abfall

Gig-Tipp: morgen gibt’s XTR Human (Coldwave/Postpunk) und Human Abfall (Noise/Garage/Punk) im Kap Tormentoso: https://www.facebook.com/events/153247468194424/